Wer zwei oder drei Poster kombinieren will, steht meistens vor derselben Frage: Was passt zusammen, ohne dass es nach Zufall aussieht? Ich fotografiere seit 2008 auf Reisen, und in diesem Artikel geht es deshalb vor allem um die Bilder selbst, nicht um Zentimeter und Aufhängehöhe. Die findest du in meinem Artikel Wandgestaltung Wohnzimmer: Die Poster-Regeln, die wirklich funktionieren. Hier geht es um die Frage davor: Welche Motive, welche Formate, welche Anordnung?
Warum zwei oder drei Poster oft mehr können als eins
Ein einzelnes großes Poster ist eine klare Ansage. Zwei oder drei kleinere Poster erzählen dagegen eher eine kleine Geschichte: einen Ort aus zwei Blickwinkeln, eine Reise in drei Momenten, oder einfach drei Bilder, die farblich zusammengehören. Dazu kommt etwas sehr Praktisches. Mehrere mittlere Formate sind oft leichter zu handhaben als ein einzelnes riesiges Poster, und du kannst später ein Motiv austauschen, ohne die ganze Wand neu zu denken.
Der Haken: Eine Galeriewand aus zwei oder drei Bildern verzeiht weniger als eine große Wand mit zwölf Rahmen. Bei so wenigen Bildern sieht jeder sofort, ob sie zusammengehören oder nicht. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf kurz nachzudenken.
Poster kombinieren: erst der rote Faden, dann die Motive
Bevor du Motive auswählst, entscheide dich für eine Verbindung. Es reicht eine einzige, aber die sollte klar sein. Diese vier funktionieren aus meiner Sicht am zuverlässigsten:
- Derselbe Ort. Zwei Bilder vom selben Fleck, einmal weit, einmal nah. Das ist die einfachste Kombination, weil Licht und Farben automatisch zueinander passen.
- Dieselbe Farbfamilie. Tiefes Waldgrün neben Waldgrün, Türkis neben Meerblau, warme Morgentöne neben warmen Abendtönen. Die Orte dürfen dabei Tausende Kilometer auseinanderliegen.
- Dasselbe Licht. Nebel am Morgen wirkt anders als harte Mittagssonne. Drei Bilder mit ähnlichem Licht wirken ruhig, auch wenn die Motive unterschiedlich sind.
- Dieselbe Stimmung. Weite Landschaften neben weiten Landschaften, Details neben Details. Ein dichtes Architekturmotiv neben einer offenen Küste zieht dagegen in zwei Richtungen.
In meiner Kollektion Wohnzimmer Poster findest du für alle vier Wege passende Motive, zum Beispiel mehrere Bilder aus Slowenien, von Menorca, aus Bayern oder von der Algarve.
Zwei Poster: das ruhige Paar
Zwei Poster sind die einfachste Galeriewand. Damit sie als Paar wirken, halte dich an drei Dinge:
- Gleiches Format. Zwei Poster in derselben Größe wirken wie bewusst zusammengestellt. Unterschiedliche Größen bei nur zwei Bildern sehen schnell nach Restposten aus.
- Gleiche Ausrichtung. Zwei Hochformate oder zwei Querformate. Ein Hoch- neben einem Querformat ist bei zwei Bildern schwer auszubalancieren.
- Ein Motiv führt, eins begleitet. Wenn beide Bilder gleich laut sind, konkurrieren sie. Besser: ein Bild mit viel Weite, eins mit mehr Ruhe oder Detail.
Ein Beispiel aus dem Shop: Das Poster Eibsee Wald in tiefen Grüntönen und das Poster Eibsee mit Alpenpanorama und Tannen stammen vom selben Ort. Das eine zeigt den Wald, das andere den Blick über den See. Zusammen ergeben sie genau so ein Paar aus Nähe und Weite.
Zum Preis: Das Poster Eibsee Wald kostet in 30 × 40 cm aktuell 19 €. Zwei davon liegen also bei 38 € und damit über der Grenze für den kostenlosen Versand ab 30 €.
Drei Poster: Reihe oder Gruppe
Bei drei Postern hast du zwei Grundformen, die fast immer funktionieren.
Die Reihe. Drei gleich große Poster nebeneinander, gleiche Ausrichtung, gleicher Abstand. Das ist die ruhigste Variante und passt gut über ein breites Sofa oder ein Sideboard. Damit du vorher weißt, wie breit die Gruppe wird, rechne kurz nach: Drei Poster in 30 × 40 cm im Hochformat sind je 30 cm breit. Mit zwei Zwischenräumen von je 6 cm ergibt das 3 × 30 + 2 × 6 = 102 cm Gesamtbreite.
Die Gruppe aus groß und klein. Ein größeres Poster links oder rechts, daneben zwei kleinere übereinander. Wichtig ist hier, dass die beiden kleinen zusammen ungefähr so hoch sind wie das große. Sonst wirkt die Gruppe schief, obwohl alles gerade hängt. Rechne auch hier den Zwischenraum zwischen den beiden kleinen Postern mit ein.
Für beide Formen gilt: Das mittlere oder das große Bild ist der Anker. Wähle dafür das Motiv, das dir am meisten bedeutet. Die anderen beiden sollten eher leiser sein und Farbe oder Licht des Ankers aufnehmen.
Vor dem ersten Nagel: Papier an die Wand
Mein wichtigster Tipp kostet nichts. Schneide die Formate in Originalgröße aus Packpapier oder Zeitungspapier aus und klebe sie mit Malerkrepp an die Wand. Lass das ein, zwei Tage hängen. Du merkst sehr schnell, ob die Gruppe zu breit ist, ob ein Format zu klein wirkt oder ob die Höhe nicht stimmt. Erst danach bestellen und aufhängen.
Wenn du nicht bohren willst oder darfst, findest du in meinem Artikel Poster aufhängen ohne Bohren die Methoden im Überblick. Gerade bei einer Galeriewand ist das praktisch, weil du die Anordnung später noch ändern kannst.
Was du über die Poster selbst wissen solltest
Damit die Bilder an der Wand auch wirklich zusammenpassen, hilft es, wenn sie gleich gedruckt sind. Alle meine Poster werden auf mattem Fotopapier mit 189 g/m² gedruckt. Matt hat bei einer Galeriewand einen Vorteil: Es spiegelt kaum, und so wirken mehrere Bilder nebeneinander ruhiger, auch wenn Licht von der Seite kommt.
- Formate von 13 × 18 cm bis 61 × 91 cm, je nach Motiv
- Preise ab 11 € für das kleinste Format, je nach Größe und Motiv
- Lieferzeit 7 bis 11 Werktage
- Kostenloser Versand ab 30 €
- 30 Tage Rückgabe, falls eine Kombination an deiner Wand doch nicht passt
Häufige Fragen
Müssen alle Poster in einer Galeriewand gleich groß sein?
Bei zwei Postern ja, das wirkt am ruhigsten. Bei drei kannst du mit einem großen und zwei kleinen arbeiten, solange die kleinen zusammen etwa die Höhe des großen ergeben.
Darf ich Motive aus verschiedenen Ländern kombinieren?
Ja. Entscheidend ist der rote Faden. Wenn Farbe oder Licht zusammenpassen, fällt niemandem auf, dass ein Bild aus Slowenien und eins von Menorca stammt.
Hochformat und Querformat mischen, geht das?
Bei zwei Bildern rate ich davon ab. Bei drei geht es, wenn das Querformat der Anker ist und die beiden Hochformate gleich groß sind.
Welche Rahmen passen zu einer Galeriewand?
Am wichtigsten ist, dass alle Rahmen gleich sind: gleiche Farbe, gleiche Profilbreite.
Wenn du jetzt Lust hast, deine eigene Kombination zusammenzustellen: Schau dir in Ruhe meine Wohnzimmer Poster an, leg dir zwei oder drei Favoriten nebeneinander und frag dich, was sie verbindet. Wenn dir darauf sofort eine Antwort einfällt, hast du deine Galeriewand schon fast gefunden.
